Sonntag, 11. September 2011

Endlich eine Diagnose .....

seit 7 Jahren und länger sitze ich regelmässig bei meinem Hausarzt auf dem Stuhl, weil ich entsetzlichen Schmerzen habe. Schulter- oder Kopfschmerzen so stark das ich mich kaum bewegen kann, ohne mich zu übergeben. Schmerzen in den Lendenwirbeln, 
so dass ich keinen Schritt mehr gehen kann.
Sämtliches ist untersucht worden,
2x war ich im MRT mit Verdacht auf Bandscheibe - nix
ich weiß nicht wie oft ich im CT war - nix
auch sämtliche Blutuntersuchungen waren negativ
Blutzucker wurde getestet - nichts
dann im Januar der Verdacht auf Herzinfakt - zum Glück auch negativ
und trotzdem mein Leben war alles andere als lebenswert.
Immer schlimmer wurden sie, immer länger blieben sie.
Manchmal hab ich selbst an mir gezweifelt.
Gut ich bin nicht ganz schlank auf den Hüften, 
aber wieso kam ich von heute auf morgen die Treppen nicht mehr hoch?
Gestern schaffte ich es doch noch 3x hintereinander in die 3. Etage.
Und dann seit letztem Dezember diese Müdigkeit, die mich im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig machte. Ich bin teilweise so müde, dass ich nicht weiß was ich schreibe. Auf der Arbeit brauche ich manchmal 30 Minuten für eine Email, 
weil ich einfach nicht verstehe was ich selbst geschrieben haben.
Dann dieser fürchterliche Besuch beim Rheumatologen, der mich so niedergemacht hat, dass ich heulend aus der Praxis bin und mir überlegt haben 
"fahre ich vor dem nächsten Baum oder doch lieber nicht?"
Ich habe zum Glück einen sehr lieben Mann an meiner Seite, auch mein Hausarzt hat mich immer Ernst genommen, mein Chef hatte immer ein offenes Ohr, mein Pysiotherapeut hat mich sehr oft aufgebaut und es geschafft das ich nicht aufgebe und er war es auch der mir den bestens Tipp meines Lebens gab.
Dank seiner aufbauenden Worte bin ich zu einer anderen Rheumatologin gegangen und ich bin sooooooooo dankbar sie gefunden zu haben.
Ich wusste gar nicht, dass es solche Ärzte noch gibt. 
So warmherzig, dass man von der 1. Sekunde das Gefühl hat,
 gut aufgehoben zu sein.
Und endlich hatte ich auch eine Diagnose: Fibromyalgie
Das Wissen alleine, hilft mir noch nicht meine Schmerzen zu überwinden. Auch gibt es keine Heilung, ich muss mich selbst auf die Suche nach Linderung machen.

Einiges muss ich nun in meinem Leben ändern. 
Mit 40 Jährchen gehört man eigentlich noch nicht zum alten Eisen, 
aber mit der Fibro fühle ich mich manchmal wie 80.
Aktivitäten die ich früher an einem Tag geschafft habe, muss ich nun auf 2-3 Tage aufteilen.

Aber ich bin so froh, endlich zu wissen was mit mir los ist, 
dass kann sich kaum jemand vorstellen.