Samstag, 6. Februar 2010

Dessous Power-WE im Spitzenparadies

Vom 29.01. - 31.01.2010 fand im Ginsheim bei Mainz
 mein erster Dessouskurs im Spitzenparadies statt.
Nein es war nicht mein 1. Dessouskurs, es war mein 6.
Lange habe ich überlegt, immerhin kostet der Kurs so viel wie alle 
anderen 5 Kurse zusammen. 
Hinzu kommen noch Überachtung, Verpflegung und Fahrgeld, 
alles im Allen nicht gerade aus der Portokasse zu bezahlen.

Im November war ich dann in Wiesbaden zur Kreativwelt und habe die Gelegenheit genutzt. Ich glaube ich habe über 1 Stunde mit Frau van der Werve gesprochen. Ich hatte zum Schluß das Gefühl, hier ist die Erfahrung und das Wissen was ich die ganze Zeit suchte. Und ich hatte das Gefühl, hier wirds was mit MEINEM BH.

Eigentlich wollte ich den Kurs erst im März belegen, aber dann habe ich eine Nachricht in der Hobbyschneiderin erhalten, Alexandra alias Aleta fragte mich ob ich nicht Lust hätte mit ihr eine Ferienwohnung zu teilen (diese kann übers das Spitzenparadies angefragt werden) und somit auch die Kosten für die Übernachtung. Da unsere beiden Männer im Schichtdienst arbeiten, Alexandra noch dazu 2 Kinder hat ... musste das Wochenende gut geplant werden. Tja und so buchten wir früher als von mir geplant.

Kurz vor Jahreswechsel ging die Buchung für den Kurs und für die Ferienwohnung auf die Reise und eh ich mich versah saß ich auch schon im Auto Richtung Ginsheim. Da ich nicht gerne im Dunkeln fahre, bin ich bereits Mittags losgefahren und hab den Schlüssel für die Ferienwohnung abgeholt. Die Wohnung ist ganz frisch renoviert und dafür wirklich nicht teuer.
Hier eine Collage der Wohnung:

Freitag 29.01.2010
Als erstes haben wir einen Slipschnitt ausgesucht und kopiert. Uns wurde gezeigt wie wir das Schnittmuster richtig rauskopieren, welche Stiche wo Verwendung finden und Materialkunde stand auf dem Plan. Anschließend wurde der Slip genäht, der Wendetrick für den Zwickel (mist und ich habe kein Foto gemacht) stand auf dem Plan und dann war auch schon Mittag.

Nach dem Mittagessen wurden wir vermessen, haben unsere Körbchengröße errechnet, Bügelanprobe gemacht und 
die richtige Bügelgröße gesucht und gefunden.
Und wir lernten wie ein BH angezogen wird und wie ein BH 
nun wirklich richtig sitzen muss.
Anschließend wurde das Schnittmuster kopiert, die Schnittteile entsprechend der Gummis angepasst, der richtige Bügel für das Schnittmuster gewählt und ein Probekörchen genäht. In meinem Fall haben wir die Körbchengröße anschließend noch mal geändert. Also noch mal alles kopieren .... aber jetzt durfte ich auch endlich alles aus meinem gewählten Stoff ausschneiden.


Und schwuppssssssssssssssssssssssss wars schon Abends.

Samstag 30.01.2010
Mist schon vor dem Weckerschellen bin ich mit Migräne aufgewacht. 
Das wird ja ein schöner Tag *seufz*.

So gut ich konnte habe ich meine grauen Zellen beansprucht. 
Wenn ich Migräne habe, bin ich nur fähig wenn überhaupt alles im Schneckentempo zu erledigen und denken kann ich schon mal gar nicht.
Aber zum Glück habe ich meinen gewählten Schnitt Rebecca nicht das 1. Mal genäht, dachte ich. Nur blöd, das Frau van der Werve das meiste anders näht als ich es bislang gelernt habe. Der BH wird erstmal mit Heftstich genäht um später noch Änderungen vornehmen zu können.
Na ja und wie soll es bei mir auch anders sein, ich hatte hier und da noch ein paar Änderungen, bei den ich 4 Schnittteile anpassen musste. Eigentlich kein Problem, aber mit matschigen Kopf geht sowas einfach nicht. Ich glaube Frau van der Werve nimmt mir nicht mehr ab, das ich Schnittmuster entwerfe. Aber sie hat zum Glück viel Geduld und mir immer geholfen, auch wenn ich 5x das Gleich gefragt habe.


Bis zum Abend sah mein BH dann auch schon ansatzweise nach BH aus und langsam ging es mir auch etwas besser. So sah es am Abend nicht nur auf meinem Tisch aus, sondern auch in meinem Kopf:


Sonntag 31.01.2010
Ok blendend ging es mir heute immer noch nicht,
 aber zumindest konnte mein Kopf wieder selbst denken.

Ich habe meinen Probe-BH fertig bekommen (ja man näht nicht gleich den BH fix und fertig) er saß sowas von traumhaft. Ich hätte heulen können.
Dann hieß es "Meister ich habe fertig darf ich trennen?" Jo, aber diesmal machte das Trennen richtig Spaß und der Trenner war fast wie ein Freund.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich ganz froh das der BH an diesem WE nicht fertig geworden ist. Ich hätte ihn auf jeden Fall zur Arbeit angezogen.
Niemand hätte mir dann geglaubt, das ich nur auf ein Dessous-Nähwochenende gewesen bin, wirklich jeder hätte gedacht ich war unterm Messer.

Und hier mein 1. gut sitzender BH:

Na ja meine Else hat nun mal nicht meine GRÖßE.



Falls ihr neugierig seit, hier noch meine Einkäufe:

Mein Mann wünschte sich Retroshorts (deshalb habe ich ihn ein Schnittmuster und Stoff mitgebracht)


In Wiesbaden habe ich mir noch schöne rote Spitzen gekauft. Online kann ich dafür kein Zubehör bestellen, also habe ich die Gelegenheit genutzt. Welche Spitze zu welchem BH vernäht wird, verrate ich allerdings noch nicht.


Ja und dann hier noch das ein oder andere Zubehör und gleich für 10 BH´s die passenden Bügel.


Zum Kurs:
Mit 6 Teilnehmerinnen eine schöne kleine Gruppe. 
Meine Bewunderung gilt Astrid, die sich mit wenig bis gar keine 
Näherfahrung durch den Kurs gekämpft hat und dennoch nie den Mut verloren hat. 3 Kursteilnehmerinnen hatten einen kleinen Busen, 3 einen entsprechend großen. Alle waren wir glücklich über einen sehr gut sitzenden BH. 
Bislang hab ich immer geglaubt, nur wir mit großen Busen hätten Probleme. 
Jetzt weiß ich es besser.

Mein Fazit:
Frau van der Werve machen sie sich drauf gefasst: 
Im nächsten Jahr komme ich wieder.
Dann hoffentlich ohne Migräne und diesmal möchte ich konstruieren.




1 Kommentar:

  1. Dein BH ist sehr schön geworden. Ich glaube, ich werde mich auch mal trauen. Wie lange hast Du denn dafür gebraucht?
    Übrigens gefällt mir Dein Blog sehr gut.
    Liebe Grüße
    Claudia(claudi63)

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