Donnerstag, 31. Dezember 2009

Endlich sind die Gardinen in den Schlafräumen fertig

Lange hat es gedauert, aber nun sind sie endlich fertig geworden.
Die Gardinen für die Schlafräume.

Warum es solange gedauert hat? Ich hasse Gardinen nähen. Außerdem wollte ich eine Gardinenhöhe von 2,0m haben und habe 3,0m bekommen. Die Gardinen um 1,0m zu kürzen war echt viel Arbeit, welche meine Laune nicht gerade zum besten wandelte.
Die Gardinen fürs Ankleidezimmer haben wir zur Schneiderin gegeben, als ich sie abholte war ich sowas von verärgert, total krumm und schief.
Nee so kann ich das selbst auch nähen und dafür Geld ausgeben .......
Jetzt am Jahresende dachte ich mir:
Alles alles schlecht hinter dir, dann kannste wieder schöne Sachen nähen. Also hab ich mit den Gardinen angefangen.

Hier erstmal mein Zimmer vorher:

Und jetzt mit Gardinen:

Und jetzt das Schlafzimmer meines Mannes vorher:

Die Schlafzimmergardinen habe ich pimaldaumen gekauft und wie man sieht, reichte der Stoff für die Länge gar nicht. Außerdem wirkten die Gardinen dreckig, weil der grauton darin überhaupt nicht schön war. 
Auf dem Ballen sah das ganz anders aus.

Und nacher:
Ich bin wirklich glücklich endlich die leidige Arbeit hinter mir zu haben und es sieht auch noch ganz gut aus. Jetzt fehlen nur noch passende Schals für die Seiten, aber die kommen erst, wenn die Schlafzimmer renoviert wurden.
Na ja und das wird noch was dauern.




Dienstag, 29. Dezember 2009

Schneeflöckchen Weißröckchen im Ruhrgebiet

Kurz vor Weihnachten und es schneite vom Himmel.
In manchen Gegend von Deutschland nichts ungewöhnliches, hier im Ruhrgebiet sind Schneeflocken mittlerweile selten geworden. Ich persönlich liebe den Winter, wenn er schön trocken und eisigkalt ist. Gerne würde ich mal Winterurlaub machen, aber meine besser Hälfte hat leider Höhenangst und im Winter wollte ich die 1000er Berge nun doch nicht zu Fuß erklimmen.

Hier ein paar Wintereindrücke aus dem Ruhrgebiet:

Nein Spaghetti gabs nicht, das ist unser Glühweintopf. Wenn es schon mal schneit, dann treffen sich die Nachbarn kurzfrist vor ner Garage zum Glühwein:


Im Hund vom Nachbarn stecken 100.000 Volt und somit ist kein scharfes Foto möglich gewesen:


So und jetzt noch unseren verschneiten "Garten".

Leider hielt der Schnee nur gerade mal 2 Tage und pünktliche zu Weihnachten war alles wieder weg.



Sonntag, 13. Dezember 2009

Ich hab gewonnen




(sorry ich weiß leider den HTML-Befehl für Link- und Bildverknüpfung)
Der kreative Adventkalender mit Nadel und Faden



Am 04.12.2009 hab ich an der Verlosung der Weihnachtsulme teilgenommen.
Ein Schnittmuster von Kwik Sew konnte Frau gewinnen.

Wer an der Verlosung teilnehmen wollte, musste folgende Frage beantworten:
Was ist für bedeutet Glück für dich?

Ich fand die Beantwortung gar nicht mal so leicht. Nach einem langen Moment des Nachdenkes, hab ich mit folgenden Sätzen mein Glück versucht:

Hallo Ihr Lieben,
zu schreiben was für einen Glück bedeutet ist wirklich schwer,
fängt doch Glück beim Sonnenstrahl am Morgen an und hört beim Sternenhimmel auf.
Mein persönlich größtes Glück ist, dass ich als Ruhrpottkind meinen Mann in Berlin gefunden habe, der wiederum in der Nähe von Köln wohnte.
Das nächste große Glück ist, dass ich nach 5 Jahren des immer kränker werdens, wieder gesund bin bzw. auf dem besten Wege dahin bin.
Das ich ein warmes Dach über den Kopf habe und einen Job den ich auch noch gerne mag. Einen Chef mit den man reden kann und viele liebe Arbeitskollegen.
Ich bin glücklich für meine Kollegin, die am Mittwoch eine gesunde Tochter zur Welt gebracht hat.
Für mich ist Glück das ich nicht Hungern muss, sondern mir ab und an auch mal was „besonders“ leisten kann.
Liebe Grüße Brit


Eigentlich hätte ich noch viel mehr schreiben können, trotzdem was soll ich sagen?
Ich hab tatsächlich gewonnen und freu mich wie Bolle.




Weihnachtsmarkt Münster 05.12.2009




Schon längst überfällig ist mein Bericht vom Weihnachtsmarktbesuch in Münster.
Mein Mann und ich lieben diese Stadt, sie hat einfach Charme und wirkt gemütlich. Vielleicht gönnen wir uns in Münster aber einfach auch mehr Zeit zum bummeln.

Die Weihnachtspyramide am Aegidiimarkt:


Ein biblischer Nachnamensvetter. Der Rest der Krippe steht auch am Aegidiimarkt, die Figuren sind wirklich wunderschön:


Leider hat es geregnet, was uns trotzdem nicht davon abhielt genau 7 Stunden durch Münster zu schlendern. 
Gerade mal eine kurze Kaffeepause haben wir uns gegönnt.
Wobei die 7 Stunden sind uns eigentlich erst am Parkautomaten aufgefallen.

Ganz leckere Sachen haben wir auf dem Wochenmarkt am Domplatz gefunden. Auf dem Weihnachtsmarkt haben wir sehr leckeren Honig erstanden. Sanddorn/Honig der schmeckt fast wie ein Bonbon. Es gab viele Stände mit dieser Honigmischung, aber bei keinem schmeckte er so gut.




Samstag, 5. Dezember 2009

Sinter Claas ... und die Kindheitserinnerungen




(sorry ich weiß leider den HTML-Befehl für Link- und Bildverknüpfung)
Der kreative Adventkalender mit Nadel und Faden



Weihnachten ist für mich immer eine Zeit,
 in der ich mich gerne an meine Kindheit zurück erinnere.
Letztes Jahr hatte ich mir diesen besonderen Tag im Weihnachtsulmekalender ausgesucht um "mein Törchen" zu füllen, natürlich wollte ich auch dazu den Text schreiben. Tja und dann kam der Tag an dem ich den Text schreiben musste.
Ein groß Teil meiner Familie wanderte nach dem 1. Weltkrieg nach Holland aus und so fuhren wir viele Jahr zu Weihnachten und Sinter Claas nach Holland.
Dort trägt er heute noch sein Bischofsgewand und keine Coca-Cola-Robe und wird größer gefeiert als das eigentliche Weihnachtsfest.

Sinter Claas kommt schon Mitte November mit dem Schiff aus Spanien angereist. An irgendeinem holländischen Hafen legt das Schiff an (auch die Ankunft wird gefeiert) und dann wandert er bis zum 5.12. durchs Land. Sein treuer Begleiter ist der Zwarte Piet (der schwarze Piet) der ein wenig die Aufgabe des in Deutschland bekanten Knecht Rubrecht übernimmt, jedoch ohne Rute unterwegs ist.
Mich hat der Zwarte Piet immer an den kleinen Muck erinnert. Hat er doch viel zu große Pumphosen und einen riesigen Turban auf.
Komisch, mir ist als Kind nie aufgefallen, das er immer nur ein 
schwarzes Gesicht und nie schwarze Hände hatte.
Ich kann mich auch daran erinnern, das die Gaben in Holland weniger aus Süßigkeiten bestanden, sondern hauptsächlich aus Clementinen, Orangen, Nüssen und leider auch immer Rosinen bestanden.
Rosinen ich mochte doch keine Rosinen, eigentlich hat mir meine Verwandtschaft jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Warum nur waren in der Tüte immer Rosinen drin?
Heute weiß ich die Antwort:
War doch Onkel Ef immer meine Rettung. Kurz nach der Bescherung ging der Rosinentauschhandel los. Onkel Ef und Onkel Hans wetteiferten miteinander, doch zum größten Teil hat Onkel Ef gewonnen.
War der Tauschhandel vorbei, zündete sich Onkel Hans seine geliebte Zigarre und mein Opa eine Zigarette an. Meine Tante holte das gute Geschirr aus dem Schrank und ich durfte das gute Silber auf den Tisch legen, 
immer vorher noch mal mit einem Leinentuch blank putzen.
Ja das weiß ich von der Hausangestellten Jüffi.
Oma holt die Schüsseln aus dem Schrank, Tante Else rührt noch mal hecktisch die Soße um, Mama rennt zwischen Küche hin- und her um sie gefüllt 
und duftend auf den Tisch zu stellen.
Die Männer wurden liebvoll ermahnt doch nicht immer vor dem Essen zu rauchen und wann dann halt etwas schneller.
Das Essen war immer köstlich und als 2. Nachtisch gab es immer 
echte belgische Pralinen.
Die gab es zu Hause nie, konnten wir uns auch nicht leisten.

Heute ist fällt der Nikolaus eigentlich schon fast aus.
Je nach Wochentag kommt meine Mutter zum Nikolaus vorbei und manchmal erzählt sie ein paar Geschichten aus ihrer Kindheit.
Ihrer Kindheit nach dem 2. Weltkrieg, wo es hier noch nicht viel zu kaufen gab.
In Holland gab es Kaffee, Nylonstrümpfe und Wolldecken.
Sie erzählt wie sie mit meinen Großeltern und ihrer Freundin Inge bei der Verwandtschaft Urlaub machte. Auf dem Rückweg mussten meine Oma, Mama und Inge sich schlafend stellen, mein Opa war der Meinung dann würden einen die Zöllner nicht anhalten.
Einmal war es dann doch soweit,
mein Opa konnte vor lauter Aufregung kaum sprechen, 
bekam fast den Kofferraum nicht auf, 
die Frauen schliefen den angeblich tiefsten Schlaf in ihrem Leben und beteten
"Lieber Gott, mach das wir nicht aussteigen müssen."
Dann durften sie weiter fahren ..............................
zumindest bis zum nächsten Parkplatz, 
da musste mein Opa erstmal 2 Zigaretten rauchen.
Nun ja meine Mutter und Freundin saßen auf 10 Pfund Kaffee und 3 Wolldecken, jeder der Frau hatte soviele Nylonstrümpfe übereinander an, wie es ging und
damals stand auf Luxusschmuggel 2 Tage Arrest.
Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen.






Mein liebstes Weihnachtsgedicht

Markt und Straßen stehen verlassen
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wundervoll beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freue Feld,
heres Glänzen, heil`ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit,
steigt´s wie wunderbares Singen,
O du gnadenreiche Zeit.



Dies ist wirklich mein Lieblingsgedicht und trotzdem kann mein Hirnchen sich den Text nicht merken. Aber dieses blöde "Drauß vom Walde ..." das kann ich.
Einen kleinen Vorteil hat diese Vergesslichkeit, 
ich erlebe das Gedicht jedes Jahr aufs neue Neu.