Freitag, 28. März 2008

Ich bin sprachlos

Ich bin seit heute morgen völlig sprachlos. Genauer seit dem Zeitpunkt, als ich die Diagnose meiner Schmerzen erhalten habe. Ich weiß, dass hat nichts mit nähen zu tun, aber ich muss meine Sprachlosigkeit einfach mal loswerden. Ich schweife dabei etwas in die Vergangenheit, damit man die Zusammenhänge verstehen kann.
Also vor fast genau 3 Jahren, genau 3 Wochen vor unsere Hochzeit, fing alles an. Ich wachte morgens auf und hatte irrsinnige Schmerzen Schulter, Kopf und Ohren waren betroffen. Ich konnte mich kaum bewegen ohne extremen Brechreiz und bin daraufhin zum Arzt. Der hat mich dann zum Orthopäden überwiesen, dieser machte ein Ultraschall und meinte "Das sind Kalkablagerungen im Schultergelenk, da kann man nix machen." Super und jetzt? Mein Hausarzt hatte die Behandlung wieder übernommen und mir bei Anfällen Schmerzspritzen gegeben, die auch rasch halfen. Zur Hochzeit ging es dann wieder ganz gut. Mein Arzt meinte noch, das wäre ein Überlastung der rechten Schulter. Ich muss dazu sagen, dass ich damals 9 Stunden fast ausschließlich den Zahlenblock der Tastatur betätigt habe und ich täglich ich weiß nicht wie viele Zahlen eingetippert habe. Wegen meinen häufigen Ausfällen und weil ich andere Aufgaben übernehmen sollte, bekam ich dann eine studentische Hilfskraft zugewiesen, die zukünftig die Zahlen eingeben sollte. Seither hatte ich Ruhe.
Heute wurde dann festgestellt, ich habe gar keine Kalkablagerungen in der Schulter. Um sowas festzustellen wäre ein Ultraschall auch überhaupt nicht geeignet. Nun ja es wurde etwas anders festgestellt, meine Armkugel liegt nämlich nicht richtig in der Gelenkpfanne. Hebe ich den Arm an, rängt sich die Armkugel aus. Jetzt muss ich zum Chirogen um zu prüfen, ob ich operiert werden muss.
Ich ärger mich seit heute Morgen darüber, wie man als Patient veräppelt wird. Da man keine Ahnung hat, muss man dem behandelnden Arzt glaube.
Die Frage ist auch, ist jetzt meine Odyssee der letzten Jahre zu Ende? Diese ständige Übelkeit, das Erbrechen, die heftigen Kopfschmerzen, diese Art von Schmerzen die ich von meinen Gallenkolliken kenne. Alles mögliche wurde untersucht: Gallengänge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darmspiegelung ... nie wurde etwas gefunden. Jetzt könnte es tatsächlich sein, das die Schmerzen in der Schulter ausgestrahlt haben.
Und dann frage ich mich: Operieren ja wann denn? Ich habe dafür doch überhaupt keine Zeit. Bis Mitte Juli ist mein Terminkalender voll bis ganz ganz oben. Am 14.04. habe ich nun einen Termin beim Chirogen. Am Montag werde ich wieder Arbeiten gehen, ich habe in der Wochen 2 wirklich wichtige Termine. Ob ich postwendend die Quitttung dafür bekommen werden, weiß ich dann am Dienstag. Wobei ich bräuchte ja nur Montag und Dienstag schmerzfrei überstehen.
Seufz und mein Kleiderschrank hat immer noch kein Teil dazu bekommen und die nächsten WE´s habe ich keine Zeit zum nähen. Irgendwann laufe ich noch im Müllsack rum. Nein das ist wirklich kein Scherz, selbst der Kleiderschrank meines Mannes ist voller.