Samstag, 31. Mai 2008

3. Stoffmarkt Utrecht 31.05.2008

Endlich war es soweit der 3. Besuch auf dem Utrechter Stoffmarkt stand an.
Diesmal waren wir sehr gespannt,
denn über das Hobbyschneiderinnen-Forum haben wir eine neue Mitfahrerin gefunden.
Klar, das Frau neugierig ist wer und was da so mitfahren möchte.
Wir wurden nicht enttäuscht, denn auch diesmal war es kein Griff ins Klo.
Conny war auf unserer Wellenlänge, wenn auch weitaus ruhiger als wir
2 Schnatterhühner es sind oder wars nur weil sie uns noch nicht kannte?
Und noch etwas war neu - wir fuhren mit dem Passat Kombi meines Mannes.
Großzügig wie er ist (nein das ist kein Sakasmus), hat er mir sofort nach Bekanntgabe des Termins - mit den Worten "Damit ihr mehr Platz habt" - sein Auto aufs Auge gedrückt.
Wie immer gings ab in "unser" Parkhaus und wie immer sehnten wir uns nach einer Toilette und wie immer gabs im Parkhaus keine. Dafür haben ich diesmal an Bilder gedacht. Hier also endlich Bilder vom Autoknast, selbst mein Mann war beeindruckt.

Und hier nochmal in Nahaufnahme:


Und wie immer war der Drang nach einer Toilette verflogen beim Anblick der Stoffe. Dummerweise haben wir diesmal vergessen Fotos vom Stoffmarkt zu machen. Da wir nicht zur Schlussverkaufszeit dort waren, gab es nur wenige Stände mit 2€-Ware, ansonsten gab es normale Stoffpreise die wir auch hier auf den Märkten kennen. Na ja aber das hatten wir uns schon vorher gedacht und entsprechend einkalkuliert. Dennoch hat sich der Besuch gelohnt, denn die Händler haben zum größten Teil andere Ware als auf den hiesigen holländischen Stoffmärkten und so füllten sich unsere Taschen recht schnell.

Das einzige was diesmal ein wenig nervig war, (wie soll ich es schreiben ohne Ausländerfeindlich zu klingen??) waen die Scharen moslemischer Frauen. Nich das wir nicht auch die Stände belagern, aber dies Gruppen sind einfach anders. Hier wird ein Stand komplett abgeriegelt, niemand darf die Stoffe auch nur berühren solange die Gruppe an dem Stand ist. Normalerweise sind auf dem Stoffmarkt 2-3 dieser Grüppchen, diesmal waren es zwischen 10-15. Aus dem Grund haben wir für das erste kleine Stückchen Stoffmarkt schon über 1 Stunde benötigt und in meiner Tasche ist noch nicht ein Hosenstoff gelandet. Da wir erst den kleinsten Teil hinter uns hatten und ich unbedingt Hosenstoffe brauchte, hatte ich irgendwie Panik den Stoffmarkt nicht mehr zu schaffen. Sonst waren 2 Stunden immer zu knapp. Also trennte ich mich von Astrid und Conny, ich wusste was ich wollte und Ruhe zum stöbern hatte ich solange nicht, bis das gewünschte in den Tüten ist.
Na ja die Zeit hat diesmal mehr als ausgereicht, viele Händler haben sich auf typische Stoffe moslemischer Frauen eingestellt, kräftige Farben, Stoffe mit Stickerei oder Pailetten. Ich vermute mal das ein moselmischer Feiertag bevorstand.
So hatte ich nach 1 1/4 Stunde die Stände abgeklappert, meine Taschen waren gut gefüllt und ich hatte endlich Zeit in Ruhe zu stöbern.
Anschließend ging es erstmal zurück zum Auto, Conny und ich wunderten und dann weil Astrid wollte unbedingt noch mal ihren Hacki mitnehmen.
Nach einer Stärkung mit Patatjes und Cola wussten wir dann auch warum. Er war für den Überfall auf dei nächste Albert Heijn Filiale bestimmt. Das Packband an der Kasse war für diese Mengen gar nicht ausgelegt und ganz ehrlich:
Conny packte Hacki wirklich fleißig und platzsparend ein, während Astrid das Band mit Nachschub fütterte. Trotzdem die Tasche reichte einfach nicht aus:


Mit großen Plattfüßen und schweren Gliedern ging es dann zurück zum Auto. Ich war froh endlich sitzen zu können, ein Chauffeur wäre noch schöner gewesen. Conny verabschiedete sich auf der Rückbank schnell ins Reich der Träume. Nur gut das Astrid so ein Schnatterhuhn ist und mich am einschlafen hinderte.

Hier noch ein Beweisfoto von unseren Kofferraum:


Nur zur Erinnerung: Der Hacki und die blau-weiße Tüte sind nicht mit Stoffe gefüllt *ggg*. Ich finde, wir waren diesmal richtig harmlos oder haben wir diesmal nur ein geordnetes Chaos im Kofferraum?

Meine Ausbeute:
45m Stoff - 6m waren Mitbringsel für Nicole
6 schwarze Ovi-Konen
1 schwarzer RV
1 Handtasche von HEMA

Gewaschen und durch den Trockner ist mittlerweile alles, jetzt muss nur noch die Schere fliegen und die NäMa rattern.


Dienstag, 27. Mai 2008

Eine neue Tasche für Hacki

Eine kleine Vorgeschichte muss sein:
Mein alter Hackenporsche war mir einfach zu niedrig.
Andauernd machte er seinen Namen alle Ehre und ich rammte ihn mir in die Hacken. Platsch lag er noch dazu auf dem Boden. Also musste ein neuer Hackenporsche her. Gesagt getan und der Neue war mit 15€ noch recht günstig.
Das alte Gestell fand auch schnell ein neues Zuhause bei Astrid.
Da Astrid gut einen Kopf kleiner ist als ich, passte es wie die Faust aufs Auge.
Ich war glücklich mit meinem neuen Hacki, er fuhr sehr leicht, ich rammte ihn mir nicht ständig in die Hacken, soweit alles bestens. Nur die Tasche stellte sich nach dem 1. Stoffmarktbesuch als unpraktisch heraus und bot nicht mal Regenschutz. Also dachte ich mir, ich nehme einfach die Tasche vom alten Hacki (die ist nämlich super), mal ganz ehrlich das ist doch pure Platzverschwendung oder?
(links das neue Gestell, rechts das alte Gestellt beide jeweils mit und ohne Tasche)

Nach genauem abmessen ergibt sich eine Platzverschwendung von 30 cm.
Außerdem hätte ich gerne Taschen für:
- eine Flasche Wasser
- für Kleinkram
- für noch mehr Kleinkram
Geplant war das Projekt ja schon seit dem letzten Herbst, also hatte ich schon im August vom Stoffmarkt Utrecht Stoff mitgebracht. Dieser sollte schön peppig sein, bloß nicht langweilig und wenn möglich auffallen (dann traut sich sicher keiner den Wagen zu mopsen). Ich habe einen Kindergardinenstoff gefunden und zur Verstärkung und gleichzeitig als Regenschutz einen weißen Verdunklungsstoff. Außerdem kamen folgende Zutaten dazu: Kofferband in schwarz, Stoßband in schwarz-grün, ein paar Verschlüße und ein Reißverschluß. 

Jetzt brauche ich nur noch eine gute Idee für den Tachenschnitt und vorallem für die Seitentaschen. Taschenähen ist nicht gerade meine Stärke, für die Seitentaschen habe ich mir Ballontaschen überlegt, die hatte ich noch nie genäht.
Nach langer Überlegung soll die Tasche so aussehen:
Ich entschloss mich, als nicht Taschennähexpertin eine Probetasche zu nähen. Das war gut so, denn das Ergebnis war nicht welches ich mir erhofft hatte. Und das lag nicht dran, weil ich unsauber genäht habe. Beim fotografieren, kam mir jedoch eine Blitzidee wie es besser werden könnte. Die wollte ich am nächsten Morgen testen.
Leider hatte mein Mann Angst mit auf dem Foto zu kommen und so mussten Wäschekorb und Heftsammler als Taschenständer herhalten. Na ja die gaben wenigstens keine Widerworte.
Der 1. Testversuch:

In den Ecken war mir irgendwie noch zu viel Stoff.
Für die Zubehörtaschen wäre es noch OK, aber für den Flaschenhalter .. nee.
Wieder musste ich basteln und so wurde der Flaschenboden abgerundet und die Tasche wurde höher, als ursprünglich geplant.
Die einzelnen Schnittteile sind nun zugeschnitten, hoffentlich behalte ich die Übersicht. Damit ich die Reihenfolge nicht durcheinander werfe, habe ich die Schnittteile feinsäuberlich auf meinem Zuschneidetisch angeordnet.

Vorder- und Rückenteil sind inkl. der Vordertasche fertig.
Ging eigentlich relativ fix und war ganz einfach.

Die Seitentaschen waren erheblich kniffliger, außerdem fielen mir beim nähen die ein oder andere Änderung ein und das hieß trennen, trennen und nochmals trennen.
Ich hasse Trennen und so kosteten die Seitentaschen einiges an Nerven. 
Aber ich habs dann doch geschafft:

Ursprünglich wollte ich Taschenklappen nähen, das hätte jedoch die Motive zu sehr verdeckt, deshalb habe ich nun überall Kordelzüge eingenäht.
Jetzt muss ich mich langsam mit der Tasche beeilen in 5 Tagen gehts wieder zum Stoffmarkt, bis dahin muss ich fertig sein. Morgen werde ich sicherlich nicht zum nähen kommen und übermorgen soll es fürchterlich heiß werden.
Ich weiß eigentlich wollte ich heute nicht nähen,
aber morgen kann ich 100% meine Arme nicht mehr heben.
Dazu sage ich nur "Sport ist Mord."
Ich begebe mich also tapfer an meine NäMa, vergesse dabei sogar meine Lieblingssendung, nehme mir Stapel für Stapel vom Zuschneidetisch und plötzlich:
Er ist leer.
Das kann nur heißen: Ich bin FERTIG!!!
Ich betrachte mir mein Werk und bin: STOLZ WIE BOLLE



Meine neue Tasche für Hacki in allen 3 Ansichten.
Ist sie nicht schön? 




Freitag, 16. Mai 2008

Mein erster Urlaub auf Mallorca 02.05.-09.05.2008

Jetzt bekommt ihr einen ausführlichen Urlaubsbericht (sorry da müsst ihr nun durch).
Ich war das erste Mal auf Mallorca. Nach 5 Jahren(solange sind wir nun zusammen) konnte mein Mann mich endlich zu einer Reise dorthin überreden. Bislang hörte Mallorca für mich am Ballermann auf und sowas ist für mich kein Urlaub.
Ich weiß nicht warum ich Mallorca nur auf diesen einen Ort beschränkte
und warum ich immer einen schlechten Ruf im Kopf hatte.
Vorab ich gestehe: Ich habe mich in diese Insel verliebt!
Unser Hotel lag im Ort S´lllot Grenze Sa Coma und das liegt vor den
Toren von Calla Millor
4 Sterne Spa Hotel Mariant Park.
1. Tag - war im Eimer, unsere Ankunft im Hotel 23:15 Uhr.
Wir dachten in Spanien fängt das Leben zu später Stunde an und wir könnten am Strand noch was leckeres Essen, da lagen wir aber sowas von daneben. Die Strandpromenade war leer und es war dort stockdunkel. Die meisten Hotels waren noch geschlossen und viele sahen nicht so aus, als würden sie in dieser Saison noch öffnen. Die Hotelbar hatte inzwischen geschlossen, nur gut das wir uns am Flughafen noch mit teuren Getränken eingedeckt hatten, sonst hätten wir nun eine Staublunge.
2. Tag - nichts mit ausschlafen, wir wollten sofort nach Palma zum Wochenmarkt. Der hörte sich im Internet verlockend an, endlich angekommen war er eine herbe Enttäuschung - Note: überhaupt nicht empfehlenswert. Seit Monaten kämpfe ich ja mit einer Entzündung in der Achillissehen und die Hitze trug nicht wirklich zur Linderung bei und so konnte ich nur mit großen Schmerzen durch die Stadt humpeln. Unsere Reiseführer war keine große Hilfe, wir konnte ja mit mir nicht durch die ganze Stadt laufen. Irgendwann haben wir die Markthallen entdeckt, ich sag euch uns lief das Wasser nur so im Mund zusammen. Der Placa de Major war wunderschön und einen schönen Laden mit Lagenlooksachen haben wir gefunden.
Bild: Eine Gasse in Palme (ich glaube Jaume II) 
3. Tag - ich hätte gerne den ganzen Tag ausgeruht, aber GöGa wollte ja was sehen. Also habe ich mich darauf eingelassen Vormittags zur Tropfsteinhöhle nach Coves del Drac nach Porto Christo zu fahen. Die Höhle war toll, aber man wurde doch sehr durchgeschleust was ich sehr schade fand. In Porto Christo war noch ein kleiner sehr schöner Mini-Mini-Wochenmarkt, anschließend sind wir noch durch ein paar Geschäfte geschlendert dann kam auch schon der Bus zurück zum Hotel. Ich hatte Pool-Nachmittag und GöGa hatte sich zu beschäftigen. Herrlich die Sonne schien bei 28°C, dabei hatte der Wetterbericht so schlechtes Wetter vorher gesagt.
4. Tag - heute hatten wir einen Leihwagen gemietet und es ging ab Richtung Berge. Leider hatten wir schon 2 Stunden Fahrt bis wir die Berge erreichten. Ich war begeistert, in Soller haben wir halte gemacht und wollten was trinken. Leider waren die Ortsschilder nicht sehr aussagekräftig und so haben wir viel Zeit verloren. Danach ging es weiter durch Deia, noch bevor uns klar wurde, wie schön der Ort ist ... lagen alle vorhanden Parkplätze schon hinter uns und uns blieb nichts anders übrig als weiter zu fahren. Dann kamen wir auf die glorreiche wie todesmutige Idee nach Port de Valdemossa zu fahren. Mein Mann (er hat Höhenangst) hat viel Angstschweiß gelassen, die Serpentine sind wirklich nicht zu unterschätzen und es kostet echt Zeit. Gelohnt hat es sich auch nicht wirklich. Aber zumindest konnte ich danach das Steuer übernehmen und wir haben die Berge mit mehr als 40 km/h passieren können. In Port de Andrax haben wir noch mal einen größeren Halt gemacht, ein sehr schöner Ort, wenn auch nicht gerade für den kleinen Geldbeutel.
Bild: Küste kurz hinter Deia - Temperatur 28°C - strahlender Sonnenschein 

5. Tag - noch ein Tag mit dme Mietwagen, heute stand Shopping auf dem Plan. Zuerst fuhren wir zum Wochenmarkt nach Sineu. Note: sehr empfehlenswert. Dann gings weiter nach Inca, dort gibt es einen Lagerverkauf von Camper-Schuhe. Für Leute mit Schuhgröße 37-39 ein wahres Paradies, mit Größe 40 ist die Auswahl jedoch sehr bescheiden. Sonst waren die Ledergeschäfte in Inca nicht mein Ding, ich mag keine großen Gold- und Silberschnallen, viele Nieten ect. In Manacor war leider gerade Siesta, dort wollten wir eigentlich den ein oder anderen Optiker aufsuchen. Es soll dort sehr gute und preiswerte Designerbrillen inkl. Sehgläser geben. Also ging es nochmal nach Porto Christo, dort hatte ich bei unserem ersten Besuch schöne Ketten gesehen, die ich mir jetzt zum Trost kaufen wollte. Es folgte ein Abstecher nach Calla Ratjada, mit der schönen wilden Küste. Für mich jedoch kein guter Urlaubsort. Nach dem Abendbrot im Hotel, ging es dann noch mal zum Shopping nach Calla Millor. Ja hier gab es einige schöne Läden und wir, besser ich, habe das ein oder andere Schöne gefunden.
Bild: Küste von Calla Ratjada bei sonnigen 28°C
6. Tag - für heute hatten wir den einzigen Pool-Tag eingeplant, aber leider hatte der Wettergott etwas anders vor. Für den Pool war es einfach zu kalt und bedeckt bei gerade mal 20°C. Also habe ich mich aufs Zimmer verzogen und bin etwas länger eingeschlafen, eigentlich wollte ich ja mein Buch lesen. Irgendwann bin ich von einem Klopfen wach geworden, konnte aber im schlaftrunkenden Zustand nicht sofort erkennen ob es an unserer Türe oder einer anderen geklopft hatte. Na ja auf die Uhr habe ich dummerweise auch nicht geschaut und so habe ich erstmal weiter gelesen. Gegen Nachmittag bin ich dann mal zum Kaffee trinken in die Hotelbar gegangen, wo ein reichlich schlotternder GöGa saß. Ich hatte wohl das Klopfen öfters mal nicht gehört ... mh dumm gelaufen.
7. und letzter Tag - von dem wir leider auch nicht viel haben werden, denn um 11 Uhr werden wir am Hotel abgeholt. Wir hatten ein ausgiebiges Frühstück geplant, anschließend in Ruhe die restlichen Sachen einpacken und dann auf den Bus warten. Traurig waren wir über die frühe Abreise dann auch nicht.
Aber seht selbst, ein Foto am Abreisemorgen aus dem Hotelzimmer: 

Gelandet sich wir in Dortmund bei strahlenden Sonnenschein und 25°C Außentemperatur. Na wenn das kein Empfang ist.
Im übrigen sahen die nächsten 4 Wochen auf Mallorca nicht anders aus, wir hatten wirklich wahnsinniges Glück.