Dienstag, 28. August 2007

Wie kann ich Stoffsparen bei Größe 52/54?

Diese Beschreibung funktioniert nur bei einer 
Stoffbreite von mind. 1,40m!!!
 
Eine Faustregel beim Stoffkauf für ein Shirt besagt:
2x die Länge und 1x die Ärmellänge 
(kurzer Ärmel ca. 30cm - langer Ärmel ca. 60cm)
Ich trage gerne Lagenlook und eines meiner 
Lieblingsschnittmuster ist das Zipfelshirt. 
Die Länge (Gesamtlänge) variiert zwischen 1,00m und 1,20m. 
Puh mit Ärmel komme ich da ganz schnell auf einen 
Stoffverbrauch von 2,70m bei einem Kurzarmshirt.
Das geht auf Dauer ganz schön ins Geld und so habe ich die Wahl:
- entweder ich kaufe und schleppe viel Stoff nach Hause und 
gebe viel Geld aus
oder
- ich investiere ein paar Minuten von meiner kostbaren Zeit 
und lege den Stoff einfach mal anders.
Ich habe mich für letzteres entschieden. Gut je nach Jersey, kann es auch schon mal Nerven kosten, den Stoff neu zu legen. 
Bislang habe ich jedoch noch jeden Stoff bezwungen.
Zunächst muss ich testen, ob die Stoffbreite für meinen gewählten Schnitt ausreicht (bei 1,40m fast immer).
Hierzu lege ich das Vorder- oder Rückenteil in den Stoffbruch, meinen Ärmel halbiere ich und lege ihn daneben (siehe Foto). Ist zwischen den Schnittteilen ausreichend Platz für alle Nahtzugaben abzgl. der Webkante,
ist die Stoffbreite ausreichend. 

Anschließend messe ich die breiteste Stelle an meinem Schnittteil aus. 
In meinem Beispiel ist der Schnitt maximal 43 cm breit 
+ 1 cm Nahtzugabe + 1 cm Webkante = 47 cm.
Zunächste lege ich den Stoff in seiner vollen Breite auseinander
 und bügel den Stoffbruch aus. Dann fange ich an, 
den Stoff von der Webkante aus zur Mitte neu zu legen. 
Wichtig ist, dass der Stoff schön gleichmässig umgelegt wird. 
Mit etwas Übung geht es recht schnell.
Das Ganze schaut dann so aus und wie man sieht, 
ist die linke Stoffseite für den Ärmel ausreichend. 

Die linke Stoffseite abschneiden, an der Webkante zusammenlegen 
und den Ärmel ausschneiden. Vorder- und Rückenteil auf die rechte Stoffseite legen und ausschneiden.
Mit dieser Methode habe ich für ein Zipfelshirt mit einer Länge von 1,20, 
einen Stoffverbrauche von 2,40 m, also nur 2x die Länge. 
Im Gegensatz zur Faustregel habe ich so bei einem 
Kurzarmshirt 0,30 cm Stoff gespart. 
Das hört sich natürlich erstmal nicht viel an, 
aber jeder Centimeter Stoff kostet bares Geld. 



Samstag, 25. August 2007

Und weiter gehts im Nähzimmer ..........

Hier der neue Zwischenstand meines Nähzimmers:
Nein fertig ist es immer noch nicht, aber auf dem besten Wege dahin.
Demnächst sollen die Stoffschränke auf die andere Seite
umziehen und entsprechend umgekehrt die NäMas.
Weitere Schränke haben Einzug gehalten und irgendwie war eine
größere Aufräumaktion überfällig.
Seit einer Woche suche ich eine Hose meiner Mutter die ich kürzen sollte.
Ich habe im Chaos schon alles auf dem Kopf gestellt ohne Ergebnis
und so musste ich jetzt einfach mal ran an den Speck.
Ich habe leider keine VORHER / NACHHER Bilder (schade eigentlich),
aber ihr könnt mir glauben - von der Uhr auf dem 3. Bild war nichts mehr zu sehen
und auch an dem kleinen Regal auf Bild 2 war kein rankommen mehr.
 Es war zugestellt mit Wäschekörbe und Stofftüten.
 Schön aufgeräumt und sauber mein NäMa-Tisch. 
 Im kleinem Regal befindet sich ein Teil meiner Stoffballen, außerdem bietet es Platz für meine zugeschnittenen Schnittteile und für Reparaturarbeiten. In der Ecke sind meine Kisten mit Stoffresten und die weiße Kommode beherbergt immer noch meine Nähutensilien. Eine Schublade ist mittlerweile voll mit Dessouszubehör. 

 Der rote Schrank unter der Uhr ist mein Schnittmusterschrank, die beiden anderen sind meine Stoffschränke. Die Türen der Stoffschränke sind auch endlich bezogen und mit Griffen und Schließmagneten versehen. Die Seiten sind mit Spanplatten verschlossen und somit sind die Stoffschränke endlich 100% Katzensicher. 

 Auf den Schränken in den Holzordner befinden sich meine Nähzeitschriften, nach Herausgeber und Jahrgang sortiert. Im offenen Regal befinden sich zum größten Teil meiner Nähbücher, aber auch Einzelschnittmuster und meine Rundschau-Sammlung. 

Hier noch mal meine mit Wachstuch bezogenen Stoffschranktüren,
so grell wie auf dem Foto ist der Stoff nicht.
Kann man erkennen das sich in dem Bezug Fächer für Lineale befinden?
Ja ich weiß, man muss schon sehr genau hinsehen, aber es ist wirklich super praktisch.
So dann also bis zur nächsten großen Um- und Aufräumaktion .....
ich darf gar nicht dran denken.



Sonntag, 5. August 2007

2. Stoffmarkt Utrecht 04.08.2007

Juchuuuuuu gestern war unser 2. Besuch auf dem Stoffmarkt in Utrecht.

Leider stand dieser unter keinen guten Stern. Wir waren eh diesmal nur 3 Weibsbilder die fahren konnten und dann wurde Nicole in der Nacht vor der Fahrt,
von einem bösen Magen-Darm-Virus überfallen.
Also fuhren Astrid und ich alleine los. Tapfer traten wir die Fahrt an,
wild entschlossen unser Grüppchen würdig zu vertreten.

Da ich zum Glück nun selbst ein Navi habe, konnten wir die Fahrt ohne Panik antreten. Ein kleiner Nachteil, mein Navi funktioniert nicht grenzüberscheitend, aber ganz brav nahm es kurz vor der Grenze seinen Dienst auf. Wenn wir dann im Kreisverkehr noch richtig gezählt hätten - ist ja auch schwierig bis 4 zu zählen, wenn frau den Kopf voller Stoffe hat - dann hätten wir nicht mal einen Umweg fahren müssen. Dennoch das Parkhaus war schnell gefunden, mein Hacki wurde startklar gemacht und los ging es zum Stoffmarkt.

4 Stunden später - wie ihr seht waren wir diesmal ganz harmlos:

Mhhh vielleicht sollten wir erwähnen, dass dies die Schokoladenseite für Herzinfakt gefährdete Göttergatten ist.
Nun gut ich möchte Euch die Hobbyschneiderinnen-Medaillenseite nicht vorenthalten.
Hier also die Seite für alle Hobbyschneiderinnen und/oder hart gesottene Ehemänner:


Zum Schluss noch das Gesamtergebnis in meinem Kofferraum.
Wie ich finde, haben wir unser Grüppchen würdig vertreten.
Oder etwas nicht?

Zur Freude unserer Geldbeutel haben wir nicht mal viel ausgegeben. Wie schon erhofft und vermutet, hatten die Händler die Sommerstoffe radikal reduziert und wir haben fast alle Stoffe für 1-2€/Meter ergattert. Mein teuerster Stoff war ein schöner Jersey für 5€/Meter und der Stoff für meine neue Hackenporsche-Stoffmarkt-Tasche.

Anschließend sind wir etwas orientierungslos durch Utrecht gelaufen, wirklich tolle Geschäfte haben wir nicht gefunden und in dem riesigen Einkaufcenter hätten wir uns fast verlaufen. Irgendwann taten uns dann nur noch die Füße weh und wir wollten nach Hause. Nach einem letzten Kaffee zur Stärkung in einem schönen
Straßencafé gings dann auch ab Richtung Heimat.